Die Abenteuer von Zatsch, Ratsch und Muxelmil !!

 

 

Liebe Zatschfreunde,

ab Jänner gibt es jedes Monat eine neue Kurzgeschichte über die Abenteuer  von Zatsch, Ratsch und Muxelmil.

Optimal als Gute-Nacht-, Guten-Morgen-, Gute-Laune-Geschichte.

Viel Freude beim Lesen mit der ersten Geschichte und herzliche Grüße

Euer Zwerg Zatsch


 

AM UFER

Zatsch und Muxelmil treffen sich heute schon zeitig in der Früh am Ufer des Flusses. Mit dem Kanu wollen die beiden gemeinsam zur Feeninsel. Naja, eigentlich will ja nur der Zatsch hinüber. Aber wie es halt so ist, hat er seinen Freund wieder einmal überredet. Und dass der Riese fast niemals nein sagen kann ist auch schon allerorts bekannt. Gähnend sitzt er auf einem Baumstamm, während der Zwerg versucht, das Boot fahrtüchtig zu machen.

„Da liegt ja noch das ganze Laub vom Herbst drinnen. Ach Muxelmil, du wohnst gleich hier daneben. Es wäre doch nicht so schwer gewesen, das Kanu einmal ein wenig sauber zu machen“, ärgert sich der Zatsch.

„Ach lass mich doch in Ruhe. Ich bin noch gar nicht munter. Eigentlich schlafe ich noch und kann dich nicht sehen und nicht hören.“„Warum meinst du dann, ich soll dich in Ruhe lassen? Wie soll ich mich da auskennen.“

Muxelmil bleibt still und sagt kein Wort. Sein Atem wird ein wenig lauter und hört sich gleich wie leises Schnarchen an.

„Haaaalllooooo, Muxelmil! Ich rede mit dir.“

Keine Reaktion. Nur das Schnarchen wird lauter. Der Zatsch weiß genau, dass sein Freund nicht wirklich schläft. Er überlegt und überlegt.

„Was könnte ich tun, um diesen großen Kerl hier aufzumuntern. Ein Kübel Wasser über den Kopf? Nein. Mit einem Ast auf den Fußsohlen kitzeln? Nein. Auf eine Schulter steigen und ihm ins Ohr schreien? Nein. Auf den Baum klettern und ihm von oben auf den Rücken springen? Nein.“

Je länger der Zatsch nachdenkt, desto mehr kommt er zu dem Entschluss, dass er seinem Freund keinen Streich spielen will.

„Wenn der Riese jetzt am frühen Morgen noch müde und grantig ist, dann warte ich halt noch ein wenig.“

Ruhig macht er das Kanu sauber. Dann legt er die mitgebrachte Decke neben den Riesen ins Gras und setzt sich gemütlich darauf.

„Du hast recht Muxelmil. Rasten wir noch ein wenig. Der Tag dauert lange und wir haben den Vögeln und dem Wind noch gar nicht zugehört.“

Muxelmil öffnet die Augen und blickt liebevoll zu seinem Freund.

„Genau, Zatsch. Ich bin froh, dass du bei mir bist.“

   

© Gebhard Alber